Endoskopische Verfahren Bronchoskopie

Mit der Endoskopie (Spiegelung) lassen sich Körperhöhlen und Hohlorgane betrachten. Dazu wird ein Endoskop in eine künstlich (durch einen kleinen Schnitt) geschaffene oder natürlich vorhandene Körperöffnung eingeführt und der zu untersuchende Bereich gespiegelt. Die Endoskopie kann für ganz unterschiedliche Diagnosestellungen in den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen eingesetzt werden. In der Pneumologie (Lungenheilkunde) sind drei Anwendungen besonders wichtig: Bronchoskopie, Thorakoskopie und Mediastinoskopie.

Endoskopisch einsehbar sind über die Luftröhre (Trachea) die großen Atemwege bis zu den Segment- und Subsegment-Bronchien (Bronchoskopie), der Brustraum (Thorakoskopie) sowie das vordere Mediastinum (Mediastinoskopie). Dabei kann die Bronchoskopie unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose oder aber (über den Beatmungsschlauch) auch am beatmeten Patienten auf der Intensivstation durchgeführt werden.

Bronchoskopische Untersuchungen werden in der Regel mit flexiblen Instrumenten (Bronchoskop) unter lokaler Betäubung durchgeführt und meist wird dem untersuchten Patienten vorher zusätzlich ein Beruhigungsmittel gespritzt.

Die Bronchoskopie wird auch mit anderen medizinischen Methoden kombiniert, wie zum Beispiel mit operativen Eingriffen zur Gewebsentnahme (Biopsie) oder zur Entfernung von Gewebe.

Das Risiko einer Bronchoskopie liegt darin, dass durch die endoskopische Untersuchung Gewebe gereizt oder geschädigt wird. So ist nach einer Endoskopie das Auftreten einer schwachen und in den meisten Fällen ungefährlichen Blutung möglich. Je erfahrener der diagnostizierende Arzt im Umgang mit dem Endoskop ist, desto geringer ist die Gefahr einer Verletzung. Vorteil der Methode ist, dass sie sehr genaue Untersuchungsergebnisse liefert und oftmals aufwändigere Eingriffe ersetzen kann.

 

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