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Cellitinnen-Krankenhaus St. Antonius

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Spirometrie

Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung mit Hilfe eines Spirometers. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt.

 

Wie wird die Spirometrie durchgeführt?

Der Patient atmet über ein Mundstück ein und aus, das über einen Schlauch  mit einem Messgerät verbunden ist. Der Patient erhält verschiedene Anweisungen zum Ein- und Ausatmen, die er möglichst genau zu befolgen hat damit die Untersuchung auswertbar ist. Die Untersuchung hängt entscheidend von der guten Mitarbeit des Patienten ab.

 

Wie funktioniert die Spirometrie?

Die Lungenvolumina werden mit Hilfe eines Spirometers bestimmt. Über ein Mundstück atmet der Patient in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Das Spirometer misst elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird, sowie die Menge der geatmeten Luft pro Zeit. Das Gerät bildet die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, graphisch ab. So lassen sich Messwerte aus verschiedenen Tests direkt miteinander vergleichen.

Durch Messung der Lungenvolumina lassen sich Lungenerkrankungen diagnostizieren und deren Verlauf kontrollieren. Die Normalwerte sind von Körpergrösse, Geschlecht und Alter abhängig. Folgende Werte werden mittels Spirometrie gemessen:
 

Mit diesen Messgrößen kann in den meisten Fällen zwischen den beiden Hauptgruppen von Lungenerkrankungen unterschieden werden:

Obstruktive Lungenerkrankungen: Sie werden durch eine Verengung der Atemwege verursacht, z.B. durch Asthma oder COPD.

Restriktive Lungenerkrankungen: Dabei sind Lunge und/oder Brustkorb vermindert dehnbar. Beispiele sind Lungenverhärtung (Lungenfibrose), Flüssigkeitsansammlung im Lungenspalt (Pleura-Erguss) oder ein hoch stehendes Zwerchfell (Zwerchfellparese).

Bronchospasmolysetest
Eine Spirometrie vor und nach Gabe eines Bronchien erweiternden Medikamentes erlaubt oft sichere Aussagen über den Grund der Atemstörung. So genannte Bronchodilatoren (zum Beispiel Salbutamol oder Fenoterol, die zu den kurz wirksamen Beta-2-Sympathomimetika gehören) bewirken bei Asthmatikern eine Erweiterung der verengten Bronchien. Nach dem Inhalieren eines solchen Medikaments wird die Lungenfunktion 15 Minuten später erneut im Spirometer gemessen. Ist dieser Wert besser als der zuvor gemessene (um mehr als 200 ml und mindestens um 15% gegenüber dem Ausgangswert angestiegen), dann hat das Medikament offensichtlich geholfen und die Vermutung, dass ein Asthma bronchiale Ursache der Atemstörung ist bestätigt sich.